Die Odyssee
Mit «Die Odyssee» führt Regisseur Christopher Nolan eine Erzähltradition über einen Mythos fort, der uns seit 2700 Jahren fesselt. Bis dahin waren Teile des Mythenstoffs schon jahrhundertelang mündlich überliefert worden. Der erste Schreibende war Homer. Er verschriftlichte vermutlich erstmals die «Odyssee». Und damit komponierte er eine Version für seine Zeit. Doch selbst danach blieb die Geschichte nicht unverändert. Seit der Antike haben Dichter und Schriftsteller den Stoff neu geformt. «Die Odyssee» ist ein Mythenstoff, der davon lebt, immer wieder neu erzählt und für die eigene Zeit interpretiert zu werden. Auch Christopher Nolan hat versucht, dem Geist der Geschichte treu zu bleiben, ihr aber auch etwas hinzufügen wollen.
Auf ihrer Irrfahrt machen Odysseus (Matt Damon) und seine Gefährten an den bekannten Stationen Halt. Sie treffen auf Monster, Riesen und Zauberinnen. Ähnlich wie im Original setzt der Film in Ithaka ein. Odysseus’ Sohn Telemachos (Tom Holland) bricht zum Spartanerkönig Menelaos auf, um mehr über den Verbleib seines Vaters zu erfahren. Seine Mutter Penelope (Anne Hathaway) hält sich derweil die Freier vom Leib. Odysseus sitzt unterdessen auf der Insel der Kalypso und weiss nicht so recht, wie er dort hingekommen ist. Die Zauberin liess ihn vergessen. Doch dann hilft sie Odysseus’ Erinnerung auf die Sprünge.
Für Regisseur Christopher Nolan ist es der perfekte Stoff, um das Leben, das Leiden und die Laster der Menschen immer wieder aufs Neue in einer Abenteuergeschichte zu spiegeln. Und für Liebhaberinnen und Liebhaber historischer Geschichten ist es der perfekte Stoff für einen einmaligen Kinoabend. Ein bildgewaltiges Meisterwerk. Und absolut empfehlenswert.
Zu sehen in den Schweizer Kinos,
ab 14.