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Virtuelli Karteikärtli und El Tony

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen. Ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Liabi Margrith

Hahah, tönt aso, als hättisch alli Händ voll z tua mit all däna Tiar um di uma. A Bagaschi isch do würklich z richtiga Wort. Und i bin froh, händ d Katza d Vögel nit verwütscht!

Und danka diar viel mol für z Duumadrucka. Aktuell bini no zmitzt dinna, aber wenn dä Briaf do veröffentlicht wird, bini schu in da Feria und z Leba am gnüssa. Jetzt grad hocki aber in dr Schual und bin am Lerna. Es isch a Krampf, sägi diar. Das macht denn a so gar kei Spass. Do giz würkli luschtigers. Zwei Wucha hämmer Lernphasa ka, woni jeda Tag mit a paar Meitla vum Studium zämma glernt han. Das machts schumol a bizali weniger schlimm. Denn hät ma nit z Gfühl, allei do dura z müassa haha. Dr Stand hüt isch, dassmer schu 3 Prüafiga hinter üs händ. Ez kömmend no 6. Juhu. Ohni El Tony würi das aber nit überleba. I weiss nit, öb dr das öppis seit. Mate isch in minera Generation sit a paar Johr zum na Lebensretter worda. A Getränk, vollpumpt mit Koffein und Zucker. Ez gizes zwor au ohni Zucker, das isch au super, find i. Übrigens hät mi a Kollegin vum Studium druf ufmerksam gmacht, zum über das schrieba. Will i sie gfrogt han, was aktuell so lauft in üsem Leba. Für sie isch klar gsi: Üsi Täg bestönd us virtuella Karteikärtli und Dosa voll mit Koffein.

Aber es hät langsam a Endi in Sicht. In a paar Täg hämmer dia letschta zwei Prüafiga dura und denn gömmer zum Apero. Zämma mit da glicha Meitla, woni au schu glernt han, gohts zum Biar und denn lömmers üs guat go. Und denn isch z erschta Johr au schu um.

A paar Täg spöter bini anera Diplomfiir vunera guata Fründin vu miar iglada und am Tag druf fahri au schu in d Feria. Ab denn wechslet sich dr Rhythmus ab zwüscha «in d Feria go» und für d Redaktion schrieba. Viel go bada und endlich wieder meh Zit zum Läsa. A guata Mix, wia i finda.

Würkli viel meh hani aktuell nit z verzella. I bin meischtens am Lerna oder a Rundi um da Brüahlberg am Laufa. Drum höri do ez uf.

 

I wünsch dr a guati Zit, wenig roti Ameisa und dass dr Seppli recht tuat!

 

LG Lara

Min Alltag im Moment :):

Über «Mid liäbnä Grüäz und LG» und die Autorinnen

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen – eine hat gerade mit dem Studium begonnen, die andere ist im Ruhestand. Sie schreiben über Gott und die Welt und manchmal auch über das, was sie an der jeweils anderen Generation nicht so ganz verstehen. Sogar ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Margrith Ladner-Frei, geboren 1949, ist in Schiers-Schälleria aufgewachsen. Seit mehr als 50 Jahren lebt sie nun in Grüsch. Traditionen, alte Bräuche, Menschen und ihre Geschichten, Gesetze der Natur, die Schöpfung und ihre Kreaturen und besonders die Sprache der Walser interessieren die Schreiberin sehr. Sie hat schon einmal für die «Büwo» geschrieben und hat bereits viel Erfahrung gesammelt, was die Sprache und unsere Dialekte betreffen.

Lara Buchli, geboren im Jahr 2003, ist in Zizers aufgewachsen. Zur Zeit studiert sie an der ZHAW in Winterthur. Tiere, die Natur, Krimis und Horror findet sie super. Sie hat ihr Praktikum bei der «Büwo» absolviert und schreibt seit Jahren hobbymässig und konnte so bereits Erfahrung sammeln, was das Schreiben und die deutsche Sprache angeht.

Alle Beiträge der Kolumne
gibt es hier zum Nachlesen.