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Leba wia z Heidi

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen. Ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Ciao Margrith

Immer wieder schön vu diar z läsa 🙂 Freut mi, dass dini Schribwerkschtatt häsch könna gnüssa. I finds jo mega lässig, dass so öppis machsch. Tönt uf jeda Fall spannend.

Au do z Winti isch dr Früahlig langsam ako. An gwüssna Täg isches sogar schu so warm, dass ma im Tischi dussa hocka kann. Im Studium hockemer amigs dussa am Boda und gnüssend d Wärmi vur Sunna. Tiarli häts do in dr Stadt aber eher weniger. Also Hünd und Katza und a huufa Tuuba, aber ma khört d Vögali nit aso guat umapfiifa. Zu dinera Frog, öbi gära Viicher han: Ou jo. I finda, in dr Gegawart vu da Tiar isches amigs fascht schu agnehmer, als mit gwüssna Lüüt. Natürli nit mit allna Lüüt aber i hoffa, du verstohsch wasi maina. I finda alli Tiar super. Vorallem Katza. Egal woni bin, weni eini gsehn, muassi si hera-pspsps’a und denn wird a Rundi gstriichlet. Wenn öppert mit miar unterwegs isch, muasser halt warta 😉 Tiar sind eigentlich au min Hauptgrund gsi, wieso i vor a paar Johr agfanga han, mi vegan z ernähra. Zerscht hani nu kei Fleisch gessa und irgendswenn hani denn gfunda, so, ez probiaris grad amol vegan. Und tada, es isch gar nit amol so schwierig. Für mi stimmts aso eifach am beschta.

Das mit da Fluachwörter und da Tiar hani mi imfall auschu gfrogt. Kei Ahnig, wieso ma «blödi Kuah». I gsehn das nämlich ähnlich wia du – gwüssi Küah sind sogar gschiider als gwüssi Lüüt 😉

Jöö, du häsch a Schööfli ka, das isch jo mega lässig! Fascht wia z Heidi. Bi ihra isches zwor glaub a Geisli gsi. Häsch denn ez immer no a Huustiar? Also i nimma a, kei Schof aber sus a Tiarli viellicht? Bi miar dahei hämmer leider kei Huustiar meh. Früahner hämmer amol zwei Kazta ka, dia hani denn gära ka, du! Und sogar zwei Zwerghäsli. I muass säga, es isch schu schön, wemma Huustiar hät aber es isch au gäbig, wenn keini uma sind. Denn muassma nit immer studiara, öb öpper uma isch zu füatara. Apropos Häsli – ez isch jo denn bald Ostera. Häsch Plän? Oder isches bi diar a Tag wia jeda anderi? Also i gohn mit a Huufa Kollega uf Italia in a Huus zmitzt im Nirgendwo. Das hämmer letzscht Johr schu gmacht ka und miar händ alli a Gaudi ka döta. Zwei vu üs händ sogar jedem a Näschtli baschtlet unds ufem Areal versteckt. Mol luaga, was mer das Johr für a Programm machend. Also i freu mi uf jeda Fall, zum a Paar Täg wegfahra und abschalta. Abschalta isch übrigens z richtiga Wort. Internet gits döt nämli keis.

 

Darum passts eigentlich grad guat, dassi a Briaf am schriiba bin. Und wer weiss, viellicht kunnt dr nögschti Briaf an di und an d «Büwo» jo per Post 😉

 

I wünscha diar uf jeda Fall a schöni Ziit und bis bald!

LG Lara

Glaub miar, es isch a Krampf gsi, mi für a Katza-Bild z entscheida.

Über «Mid liäbnä Grüäz und LG» und die Autorinnen

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen – eine hat gerade mit dem Studium begonnen, die andere ist im Ruhestand. Sie schreiben über Gott und die Welt und manchmal auch über das, was sie an der jeweils anderen Generation nicht so ganz verstehen. Sogar ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Margrith Ladner-Frei, geboren 1949, ist in Schiers-Schälleria aufgewachsen. Seit mehr als 50 Jahren lebt sie nun in Grüsch. Traditionen, alte Bräuche, Menschen und ihre Geschichten, Gesetze der Natur, die Schöpfung und ihre Kreaturen und besonders die Sprache der Walser interessieren die Schreiberin sehr. Sie hat schon einmal für die «Büwo» geschrieben und hat bereits viel Erfahrung gesammelt, was die Sprache und unsere Dialekte betreffen.

Lara Buchli, geboren im Jahr 2003, ist in Zizers aufgewachsen. Zur Zeit studiert sie an der ZHAW in Winterthur. Tiere, die Natur, Krimis und Horror findet sie super. Sie hat ihr Praktikum bei der «Büwo» absolviert und schreibt seit Jahren hobbymässig und konnte so bereits Erfahrung sammeln, was das Schreiben und die deutsche Sprache angeht.

Alle Beiträge der Kolumne
gibt es hier zum Nachlesen.