Verfolgungsjagd quer durch London
Der Nebel wabert durch die Gassen von London, während irgendwo in der Millionenmetropole eine geheimnisvolle Person namens Mister X ihre Spuren verwischt. Detektivinnen und Detektive der «Scotland Yard», wie die Londoner Metropolitan Police auch genannt wird, heften sich an seine Fersen. Doch irgendwie scheint Mister X immer einen Schritt voraus zu sein. Taxi, Bus oder U-Bahn – welches Verkehrsmittel führt die Detektivinnen und Detektive zur heissen Spur?
Das beliebte Katz-und-Maus-Spiel «Scotland Yard» verwandelt seit über vier Jahrzehnten Wohnzimmer in die britische Hauptstadt und die Mitspielenden in Ermittelnde auf der Jagd nach dem unsichtbaren Gegner.
Das Spiel beginnt, indem die Detektivinnen und Detektive aus einem Kärtchenstapel ihre Startposition auf dem Spielfeld ziehen und ihre Spielfigur dort platzieren. Auch Mister X tut dies, allerdings verdeckt und aus einem separaten Stapel. Mister X darf dann den ersten Zug tätigen und das Spiel beginnt. Damit er nicht «bschiissa» kann, muss er seine Züge auf einer Tabelle (die «Fahrtentafel») notieren. So kann nach Spielende seine Fluchtroute nachverfolgt werden. Auf das Zugfeld legt er jeweils ein Ticket-Kärtchen des entsprechenden Verkehrsmittels ab, mit dem er sich gerade bewegt hat. Zudem muss er sich in regelmässigen Abständen auf dem Spielfeld zeigen – das gibt den Detektivinnen und Detektiven Hinweise auf seine Fluchtroute. Die Ermittelnden sind nacheinander an der Reihe und müssen kooperieren, um Mister X fangen zu können. Das ist auch ihr Spielziel. Mister X hingegen versucht, während 22 Spielzügen unentdeckt zu bleiben. Gelingt ihm dies, hat er das Spiel gewonnen.
Auf dem Spielfeld, einer detaillierten Karte Londons, sind zahlreiche Haltestellen für Taxis (gelbe Linie), Busse (türkise Linie) und U-Bahnen (rote Linie) verteilt. Auch spezielle Fährenverbindungen über die Themse (schwarze Linie) gibt es, diese darf aber nur Mister X verwenden. Die Ermittelnden haben für jedes Verkehrsmittel eine fixe Anzahl Tickets. Mister X hingegen darf jedes Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen, mit Ausnahme der Fähre. Dafür muss er die sogenannten «Black Tickets» verwenden. Diese darf er zudem brauchen, um einen verdeckten Spielzug zu tätigen: Das heisst, die Mitspielenden sehen nicht, mit welchem Verkehrsmittel er sich weiterbewegt hat. Ebenfalls hat Mister X zwei Doppelzug-Karten. Setzt er diese ein, darf er sich in einem Zug zweimal bewegen. Diese Karten können taktisch eingesetzt werden und sind besonders sinnvoll, wenn sich Mister X auf dem Spielfeld zeigen muss.
Taktik, Kooperation und eine Prise Glück sind bei «Scotland Yard» zentral. Langweilig wird es selten. Scheint die Festnahme von Mister X noch so nah, schafft er es in letzter Sekunde doch noch abzutauchen. Dank der vielen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der Startpositionen können immer wieder neue Fluchtrouten entdeckt werden.
Übrigens: Wussten Sie, dass es eine «Swiss Edition» von «Scotland Yard» gibt? Die 2024 erschienene Spielversion schickt die Kantonspolizei auf eine Verfolgungsjagd von Mister X durch die ganze Schweiz. Mithilfe von Swiss-Flugzeugen, Postauto und SBB heften sich die Ermittelnden an die Fersen von Mister X.
«Scotland Yard»: für zwei bis sechs Spielende, ab acht Jahren, Spieldauer circa 45 Minuten. Das Spiel kann im Fachhandel oder online gekauft und auch in der Stadtbibliothek Chur ausgeliehen werden.