«Ladies First»
«Dies ist ein Märchen über einen Mann namens Damien. Damien hatte einfach alles: Geld, Sex, Macht. Aber er war auch – ein Arschloch». Entschuldigen Sie die Wortwahl, liebe Leserinnen und Leser. Aber ich zitiere nur aus der neusten Rom-Com von Netflix. Und wenn ich sie Ihnen heute ans Herz lege, dann sage ich vor allem eins: «Ladies First». Ebenso heisst die romantische Komödie, die man sehen kann, aber nicht muss. Nun denn. Der arrogante Manager Damien Sachs (Sacha Baron Cohen) lebt ein privilegiertes Leben voller Macht. Nach einem bizarren Unfall erwacht er jedoch in einer Parallelwelt, in der die gesellschaftlichen Rollen radikal vertauscht sind. Frauen halten alle Führungspositionen inne, während Männer diskriminiert werden. In diesem Alltag trifft er auf seine ehemalige Untergebene Alex Fox (Rosamund Pike), die nun seine mächtige Chefin ist. Damien muss lernen, sich in einer Welt ohne seine gewohnten Privilegien zu behaupten.
Liebe Leserinnen und Leser. Diese Komödie ist lustig, aber kein Meisterwerk. Kaum erschienen, hagelt es auch schon Kritik von allen Seiten. Die «New York Times» nennt den Streifen «oberflächlichen Feminismus». Und ich glaube, sie hat recht. Die «Financial Times» tischt gleich noch ein bisschen mehr auf: «Sacha Baron Cohen wird in der Netflix-Komödie ‹Ladies First› frühzeitig bewusstlos geschlagen – ein Film, bei dem man sich manchmal wünscht, das Gleiche selbst zu erleben.» Das würde ich so streng nicht unbedingt sagen. Und wenn auch. Der Film ist gleichermassen humorvoll wie anzüglich. Mit vertauschten Geschlechterrollen. Manchmal zum Hinschauen und manchmal zum Wegschauen. Aber keine Sorge! Damien wird genau das bekommen, was er verdient!