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Juhuiii, Skifahren!

Bernhard Petschen nimmt Kinder und Jugendliche mit in den Bündner Wald.

Seit einigen Wochen ist es draussen richtig kalt. Der Wind pfeift und es hat ganz viel Schnee. Zum Glück haben mir Mama und Papa warme Winterkleider gekauft. Mama sagt immer: «Zwiebelsystem!» Das heisst, ich trage viele Schichten übereinander. So bleibe ich schön warm, auch wenn es draussen friert.

Endlich ist es so weit

In den Winterferien durfte ich meine neuen Ski ausprobieren. Papa kennt einen tollen kleinen Berghügel, wo fast niemand ist. Dort konnte ich ganz in Ruhe Skifahren lernen. Papa fuhr immer neben mir her und rief mir Tipps zu. Manchmal fiel ich hin, aber das war nicht schlimm, denn der Schnee war schön weich. Wir mussten leise und vorsichtig sein, denn im Winter brauchen die Wildtiere ganz viel Ruhe. Papa sagte, dass Rehe, Hasen und Füchse sich im Wald ausruhen und jede Störung für sie sehr anstrengend ist. Darum fuhren wir langsam und hörten gut auf die Natur.

James hält sicher eine Winterruhe

Unser Hund James durfte nur für eine kurze Pipipause mitkommen. Sonst bleibt er zu Hause bei Mama und meinem kleinen Geschwisterchen Enyo. Zurück zu den Wildtieren: Papa erklärte mir, warum Ruhe wichtig ist. Manche Tiere, wie das Murmeltier und der Siebenschläfer, schlafen im Winter ganz tief und fest. Andere Tiere schlafen nicht, aber sie bewegen sich nur wenig. Papa meint, dass ein Eichhörnchen oder ein Dachs eine Winterruhe halten. Ich bin überzeugt, dass James auch eine Winterruhe hält, denn er schläft ja fast den ganzen Tag. Die Wildtiere haben auf jeden Fall ein dickes Winterfell, das sie warm hält. Papa weiss sooo viel – bestimmt hat er das von Opa gelernt!

Ein Hund ohne Herrchen

James hat so einen Spass am Schnee und rennt mir hinterher. «Das geht gar nicht», meint Papa und bringt ihn schleunigst zurück ins Haus. Gerade als ich meine Ski anzog, sah ich plötzlich Rehe davonrennen. Sie sahen richtig erschrocken aus! Und dann realisierte ich, warum: Ein Hund rannte ganz alleine durch den Schnee. Sein Herrchen war nirgends zu sehen.

Papa war nicht glücklich. «Die armen Tiere», sagte er. «Im Winter dürfen sie nicht aufgeschreckt werden.» Wenn sie wegrennen müssen, verlieren sie viel Kraft. Manche Tiere können sich dann kaum noch bewegen. Das ist sehr gefährlich für sie.

Kuscheln zu Hause

Papa macht sich viele Sorgen, weil immer mehr Menschen im Winter draussen unterwegs sind – mit Ski, Schneeschuhen oder Hunden. Zum Glück gibt es Regeln, damit wir die Tiere schützen können. Zum Beispiel: Hunde an die Leine nehmen. Auf den Wegen bleiben. Wildruhezonen respektieren.

Darum gingen wir wieder nach Hause. Ich kuschelte mich mit Mama und Enyo unter eine warme Wolldecke. Sie machte mir eine heisse Schokolade und draussen fiel leise der Schnee. Ich dachte an die Rehe und hoffte, dass sie jetzt wieder ihre Ruhe haben. Wenn wir gut auf die Natur aufpassen, geht es nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren besser – und das ist doch das Wichtigste, oder?