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Bild Andri Dürst
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Frühlingszeit – Wanderzeit

Es ist wieder die Zeit der Amphibienwanderung. Lerne die drei häufigsten Amphibien des Kantons kennen und erfahre, was du tun kannst, damit Frosch, Kröte. Molch und Co. sicher zu ihren Laichgewässern wandern können.

Sobald im Frühling in feuchten Nächten die Temperaturen wenige Grad über der Nullgrad-Grenze liegen, beginnen verschiedene Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche ihre Laichplätze aufzusuchen. Auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer legen die Tiere Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück. Dabei sind sie oft gezwungen, Wege und Strassen zu überqueren. Die häufigsten Amphibienzugstellen sind auf dieser Karte aufgeführt. Die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz bittet daher die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, diese Abschnitte zu den Wanderzeiten bei Möglichkeit zu meiden und Umfahrungswege zu benutzen oder diese im Schritttempo (< 30 km/h) zu passieren. 

Welche Amphibien in unserem Kanton am häugisten vorkommen, lesen Sie in diesem Beitrag. Und wer noch nicht genug von Frosch, Kröte und Co. hat, kann ab Seite XX der Büwo-Ausgabe vom 18. März mehr erfahren.

Grasfrosch (Rana temporaria)

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Merkmale

  • Körperlänge: zwischen sieben bis neun Zentimeter lang; die Weibchen sind etwas grösser
  • Färbung: gelbbraun über braun, oliv, rötlich, dunkelbraun, grau bis fast schwarz aber niemals grün
  • Muster: stärker oder schwächer gefleckt oder völlig einförmig gefärbt; dunkle Querbänder auf Ober- und Unterschenkel

Verbreitung

Grasfrösche wurden im Rahmen des Inventars der Schweizer Amphibienlaichgewässer an über 70 Prozent aller untersuchten Gewässer nachgewiesen. Sie gehören zu den weitest verbreiteten Amphibienarten Europas – von ganz Mitteleuropa bis weit nach Asien hinein. 

Lebensraum

Der Grasfrosch besiedelt stehende und leicht fliessende Gewässer aller Art. Besonders werden dauerhaft stehende Gewässer wie kleine Teiche und Weiher bevorzugt. Sie meiden stark fliessende Gewässer und solche mit dichtem Fischbesatz. 

Gefährdungsgrad

  • nicht gefährdet
  • keine nationale Priorität

Bergmolch (Ichthyosaura alpestris )

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Merkmale

  • Körperlänge: Männchen bis zu neun Zentimeter lang, Weibchen bis zu elf Zentimeter
  • Färbung und Muster: Bauch leuchtend orange, ohne Flecken
    • Männchen: kleiner, hell-dunkel gebänderter Rückenkamm, Oberseite bläulich bis dunkelgrau, Flanken und Kopfseiten mit schwarz-weissem Fleckenmuster
    • Weibchen: Oberseite grünlich, bräunlich oder gelblich, gräulich marmoriert

Verbreitung

Der Bergmolch besiedelt den grössten Teil Mitteleuropas. Er fehlt nur in Skandinavien und in den südlichsten Regionen Südeuropas. Am liebsten siedelt er im nördlichen Alpenraum – dort bewohnt er stehende, fischfreie Gewässer vom Unterland bis gegen 2500 Meter über Meer. 

Lebensraum

Der Bergmolch lebt in kleineren und mittelgrossen Gewässern unterschiedlichster Art: Sonnige Gartenweiher, schattige Waldweiher, Torfstiche im Hochmoore und sandlehmige Grubentümpel. Seltener ist er auch in Auenwaldgewässern anzutreffen.

Gefährdungsgrad

  • nicht gefährdet
  • keine nationale Priorität

Erdkröte (Bufo bufo)

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Merkmale

  • Körperlänge: Männchen bis zu neun Zentimeter lang, Weibchen bis zu elf Zentimeter
  • Färbung: wech­selt beim gleichen Tier je nach Jahreszeit, Häu­tungszyklus und Wasseraufenthalt von hellgelb bis gegen schwarz; Bauchseite grau, hellbraun, weisslich
  • Muster: oft einfarbig, teilweise mit dunklem, diffusem Fleckenmuster; manche Weib­chen sind an den Seiten deutlich gefleckt
  • warzige Haut mit grossen Ohrdrüsen
  • stark hervortretende Augen mit orangeroter Iris und waagerecht-elliptischen Pupillen

Verbreitung

Die Erdkröte kommt in ganz Europa mit Ausnahme von Nord­skandinavien und einigen Inseln vor, tritt in den Alpen bis über 1500 Meter, sporadisch bis gegen 2200 Meter auf und ist unterhalb 1500 Meter in der Schweiz weit verbreitet und häufig. 

Lebensraum

Die Erdkröte ist etwas anspruchsvoller und bevorzugt dauerhafte, grössere, über 50 Zentimeter tiefe und mehrheitlich sonnige Gewässer einschliesslich Seeufer. Sie zeigt eine hohe Laichplatztreue. Zur Befestigung der Laichschnüre benötigt sie Äste, Wasserpflanzen oder ähnliche Strukturen. Die Erdkröte ist dank der Ungeniessbarkeit ihres Laichs und ihrer Larven als einzige Art wenig empfindlich gegenüber Fischbeständen. 

Gefährdungsgrad

  • nicht gefährdet
  • nationale Priorität mässig