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Bild Riccarda Hartmann

Alles andere als öd

Über die Blauflügelige Ödlandschrecke, das Tier des Jahres – ein Steckbrief mit Video
Die Blauflügelige Ödlandschrecke zeigt sich im Nymphenstadium grau in grau mit den Steinen. Bild Riccarda Hartmann

Systematik:

Ordnung: Heuschrecke

Unterordnung: Kurzfühlerschrecken

Familie: Feldheuschrecken

Unterfamilie Ödlandschrecken

Gattung: Oedipoda

Wissenschaftlicher Name: Oedipoda caerulescens

Die Blauflügelige Ödlandschrecke lebt den Sommer hindurch, paart sich und stirbt dann im Herbst beim ersten Frost. Die Nymphen schlüpfen Ende April aus den Eiern in der Erde, die die Weibchen dort hinterlassen haben. Rund 120 Eier legt ein Weibchen nach der Paarung. Die geschlüpften Larven sind zu Beginn noch braun. Nach jeder Häutung, bei den Weibchen sind es fünf und bei den Männchen sind es vier, wird die Schrecke grauer und passt sich so auch farblich besser in die Umgebung ein. Und dort ist sie dann auch kaum zu sehen, wenn sie nicht gerade ihre markanten blauen Flügel zeigt.

Die Blauflügelige Ödlandschrecke mag trocken-warme Kahl- oder Ödlandgebiete mit spärlicher Vegetation, wie Trockenwiesen, Auenlandschaften oder Kiesflächen. Die Art ist in Europa im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und ihr Verbreitungsgebiet reicht bis nach Norddeutschland. In Dänemark und im Süden Schwedens lassen sich isolierte Populationen finden. Weiter in den Osten reicht die Verbreitung bis in die Mongolei. In der Schweiz ist die Schreckenart vor allem im Tessin, Wallis und am Jurahügel verbreitet. Doch auch in Graubünden ist sie anzutreffen, in der Surselva, um Chur und im Unterengadin.

Wenn sie ausgewachsen ist, leuchten ihre Flügel in unverkennbarem Blau. Bild Wolfgang Hock

Der ganze Artikel zur Blauflügeligen Ödlandschrecke befindet sich hier.