«Die ewige Jugend»
Liebe Leserinnen und Leser. Bestimmt sind Sie alle noch sehr jung! Aber wären Sie gerne ewig jung? Was bedeutet es überhaupt, jung zu sein? Und wann hört die Jugend eigentlich auf? Diesen Fragen geht der italienische Regisseur Paolo Sorrentino in seiner Tragikomödie «Ewige Jugend» (Originaltitel «Youth») nach. Vor der eindrucksvollen Kulisse der Bündner Bergwelt, im prachtvollen Hotel «Schatzalp» oberhalb von Davos, verbringen zwei alte Freunde ihre Ferien. Fred Ballinger, ein pensionierter Komponist und Dirigent, und Mick Boyle, ein Filmregisseur. Die beiden blicken auf ihr Leben zurück. Sie erinnern sich an vergangene Erfolge, an die Liebe und an verpasste Gelegenheiten.
Während der eine am liebsten seine Ruhe hätte, träumt der andere noch immer von seinem letzten grossen Werk. Der Film erzählt mit feinem Humor, melancholischen Momenten und eindrücklichen Bildern vom Älterwerden, von Vergänglichkeit und der Sehnsucht nach dem, was einmal war. Er zeigt, wie sich der Blick auf das Leben mit den Jahren verändert, wie Erinnerungen an Bedeutung gewinnen und wie schwer es manchmal fällt, Abschied zu nehmen. Gleichzeitig stellt er die Frage, ob die Jugend wirklich nur eine Lebensphase ist. Oder ob sie in uns weiterlebt, solange wir träumen, lieben, staunen und neugierig bleiben. «Ewige Jugend» ist kein Film voller schneller Wendungen, sondern ein ruhiges und sinnliches Werk, das zum Nachdenken einlädt. Die Schönheit der Bergwelt bildet dabei einen wunderbaren Kontrast zur Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Hervorragend besetzt mit Michael Caine, Harvey Keitel, Rachel Weisz, Paul Dano und Jane Fonda. Um auf die Anfangsfrage zurückzukommen. Ewig jung? Nein, oder? Sonst könnten wir ja nie auf unser Leben zurückblicken. Schauen Sie rein.
Zu sehen auf Play Suisse. Freigegeben ab 6.