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Her

Theodore Twombly lebt in Los Angeles und verbringt seine Tage damit, persönliche Briefe für andere Menschen zu schreiben. Privat ist er jedoch einsam und zieht sich nach einer schmerzhaften Trennung zunehmend von seiner Umwelt zurück. Eines Tages installiert er ein neues Betriebssystem mit künstlicher Intelligenz. Es hört auf den Namen Samantha, besitzt eine eigene Stimme, einen eigenwilligen Humor und scheint Theodore besser zu verstehen, als er es erwartet hätte. Aus ersten Gesprächen beim Kochen, Spazierengehen und nachts im Bett entwickelt sich langsam eine tiefe emotionale Verbindung. Theodore beginnt, sich in Samantha zu verlieben – obwohl sie keinen Körper besitzt.

Vor exakt 13 Jahren kam «Her» ins Kino. Als wohl bekanntester Film des US-Amerikaners Spike Jonze. Der Regisseur schrieb auch das Drehbuch dazu und gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch. In den Hauptrollen überzeugen Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson. Letztere allein mit ihrer Stimme. Wenn man den Film auf die heutige Zeit überträgt, besteht der vielleicht grösste Unterschied darin, dass 2013 die Vorstellung, dass jemand eine emotionale Beziehung zu einer KI entwickelt, der futuristische Kern des Films war. Heute wäre das nicht mehr futuristisch. Die eigentliche Science-Fiction würde sich verschieben. Damit würde «Her» heute weniger als Geschichte über die Erfindung einer neuen Technologie funktionieren, sondern als Geschichte über Abhängigkeit, Intimität, Einsamkeit und die Vermischung von menschlichen und künstlichen Beziehungen. Kurz gesagt: Würde man «Her» heute neu drehen, müsste man die Liebesgeschichte nicht ändern, aber sie wäre keine Fiktion mehr. Aus Science-Fiction würde Gegenwartsdrama. So oder so. Ein sehenswerter Film. Und sehr aktuell.

 

Zu sehen auf HBO Max und im Apple TV Store. Freigegeben ab 12.