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Das Abenteuer am Fluss

Bernhard Petschen nimmt Kinder und Jugendliche mit in den Bündner Wald

Juhui! In den Sommerferien durfte ich mit Mama, Papa und meinem kleinen Bruder Enjo ein Wochenende an einem schönen Fluss zelten. Das war mega cool! Das Wetter war wunderschön. Überall standen grosse Bäume und die Vögel zwitscherten wie im Frühling. Zusammen mit Papa bauten wir unser Zelt auf, und ich durfte sogar die Heringe mit dem Hammer in den Boden schlagen. Darauf war ich richtig stolz.

Am ersten Abend kuschelten wir uns alle in unsere Schlafsäcke. Doch mitten in der Nacht passierte etwas, was ich nicht erwartet hätte: Plötzlich fing es an zu regnen. Zuerst fielen nur ein paar Tropfen auf das Zeltdach. Plitsch … platsch … plitsch …, aber dann wurde der Regen immer stärker. Ratatatatat!

Es klang fast, als würden tausend kleine Trommeln auf unser Zelt schlagen. An Schlafen war zuerst gar nicht mehr zu denken. Papa beruhigte uns und erzählte eine spannende Geschichte von früher. Das war schön. Ich kuschelte mich noch tiefer in meinen Schlafsack und schlief mit dem Prasseln des Regens wieder ein. Und wisst ihr was? Mein kleiner Bruder Enjo hat von allem gar nichts mitbekommen. Er hat einfach die ganze Nacht tief und fest geschlafen.

So ein doofes Planschbecken

Am nächsten Morgen war der Himmel schon wieder strahlend blau. Und es war heiss. Sehr heiss! Überall glitzerten kleine Regentropfen auf unserem Zelt und auf den Blättern. Die Luft roch so frisch und sauber. Eigentlich wollten wir im Fluss baden. Aber Mama und Papa stellten zuerst ein kleines Planschbecken auf. Ich fand es viel zu klein und ein bisschen doof. Viel lieber wäre ich gleich in den Fluss gesprungen. Trotzdem war das Wasser schön kühl, und ich planschte fröhlich herum. Papa baute aus Rinde ein kleines Schiff, und Mama setzte mit Enjo kleine Blätter ins Wasser und tat so, als wären sie Boote. Das machte richtig Spass. Den ganzen Nachmittag spielten wir am Fluss. Ich fand einen wunderschönen runden Stein, der aussah wie ein Herz. Zuerst wollte ich ihn als Erinnerung behalten. Aber dann schenkte ich ihn Mama. Sie hat sich riesig gefreut.

Am Abend wurde es richtig gemütlich. Vorher holten wir noch Feuerholz aus dem Wald. Papa sagte, wir hätten Glück gehabt. Bald dürfte man wegen der Trockenheit kein Feuer mehr machen. Er erklärte mir, dass wir uns immer an die Regeln halten müssen.

Dann knisterte das Feuer schon. Es roch herrlich nach Grillwürsten, Gemüse, frischem Brot und feinen Maiskolben. Wir hatten alle grossen Hunger und assen alles auf.

Nach dem Essen sassen wir ganz nah am Feuer. Ich schaute in den Sternenhimmel. Nebenbei hörte ich dem leisen Rauschen des Flusses zu. Es war so schön. Mama lächelte und sagte: «Das war ein wunderschöner Tag.» Ich nickte glücklich und flüsterte: «Wann gehen wir wieder zelten?» Dann war es Zeit zum Schlafen. Enjo und ich gähnten so laut, dass Mama und Papa lachen mussten.

Wir krochen wieder in unser Zelt. Diesmal blieb der Himmel klar. Der Fluss rauschte leise, die Grillen zirpten, und ich schlief mit einem grossen Lächeln ein.

Gute Nacht!

Euer Mattis

Bild und Illustration KI und Jacqueline Petschen