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Dr italienischi Oschterhas crasht üsi «Tschau Sepp»-Rundi

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen. Ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Ciao Margrith

 

Wow, tönt so, als hättisch schöni Oschtera ka mit all däna Traditiona. Dass das mim Eierputscha sona fancy Sach isch bi eu im Prättigau, hani natürlich schu gwüsst ka. Han do derzua sogar amol a Artikel gschrieba 😉 Au miar händ an Oschtera üsi Eier putscht.

Zu dinera Frog, öbmers guat ka händ in Italia: jo hämmer! Sehr sogar. Am Donnschtigobig simmer mit drei Autos vollpackt losgfahra. Pfiifagrad in Stau ina. Haha, nit ganz. Miar sind extra abiz spöter am Obig los aber es hät schu döt und do amol a biz gstockt ka. Dr letschti Teil vur Fahrt isch a Passströssli mit a huufa Kurva gsi. Uf da letschta Meter hämmer denn no zwei Muflonschöf gseh, wo grad neb dr Stross gstanda sind. Z ölfta simmer denn spot am Obig bim abglägna Huus ako und händ zerscht amol a Rundi pfuust. Dia nögschta Täg hämmer mit essa, gnüssa, Spieli spiela, schnorra, lacha und dummtua verbrocht. Z einta viellicht abiz meh als z andera. Z Programm hät eigentlich immer verschieda usgseh und alli händ könna macha was sie händ wella. Zum Bispil sind a paar go velöla, dia andera amol go jogga und dr Rescht hät gläsa oder zämma Karta gspielt. Vu Jassa, Tschau Sepp bis zu Five Crowns hämmer eigentlich alles amol dura. Giz a Kartaspiel wo du u gära spielsch? Oder giz sus öppis wo gära mit anderna machsch?

Am Obig hät sich d Gruppa amigs in Grillmeister und Köchinna ufteilt und denn häts a mega feini Grigliata geh. Am Tag dur simmer denn mol wieder in d Zivilisation aba go poschta oder go aperöla am See. Also eins kanni diar säga: An Focaccia, Oliva und Birra alla spina häts üs nia gfehlt 😉 Am Samschtigobig simmer denn alli zämma uf Luino go Znachtessa. Willma z Italia jo erscht spot isst, simmer no an See ghockt uf a Wiisa. Ufzmol isch asona Maa mit ma Haas uf d Wiisa ko. Denn isch dä Haas mit sina langa Ohra auf dem Rasa umaghopplet und hät denn üsi «Tschau Sepp»-Rundi crasht. Döt ischer a Wiil vu Person zu Person ghopplet und hät üs us grossa Auga agluagt. Mitspiela häter aber nit döffa. Will denn isch nämli sin Bsitzer ko und hät na zackig wieder zu sich hizäuglet. Miar händ eswia nit würklich usagfunda, öbs ez dr Oschterhas gsi isch oder nita. Am Sunntigmorga hät denn – wär au immer 😉 – rund um z Huus Oschternestli versteckt. Du muasch dr vorstella, das isch denn a huara Umschwung um das Huus uma. Dementsprechend häts viel  Versteck. Miar sind a Wiil dra gsi, bis alli ihres Nestli gfunda händ. Bi jedem und bi jedera häts öppis speziells dinna ka und natürli a huufa Schockieili 😉 Eis Nestli häts sogar z oberscht uf z Dach vum Huus gschafft. Kei Ahnig wia dä Oschterhas döt ufa ko isch. Spöter häts denn a Rudi Eierputscha geh. Füddli an Füddli und Spitz an Spitz, wias sich khört. Am Mäntig ischs denn bi Zita wieder heiwärts ganga und für üs Studenta sogar no wiiter Richtig Flachland.

 

I hoffa, dass bim Eierputscha gwunna häsch und wünscha diar a guati Zit.

 

LG Lara

Irgendwo im Nirgendwo am Gnüssa.

Über «Mid liäbnä Grüäz und LG» und die Autorinnen

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen – eine hat gerade mit dem Studium begonnen, die andere ist im Ruhestand. Sie schreiben über Gott und die Welt und manchmal auch über das, was sie an der jeweils anderen Generation nicht so ganz verstehen. Sogar ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Margrith Ladner-Frei, geboren 1949, ist in Schiers-Schälleria aufgewachsen. Seit mehr als 50 Jahren lebt sie nun in Grüsch. Traditionen, alte Bräuche, Menschen und ihre Geschichten, Gesetze der Natur, die Schöpfung und ihre Kreaturen und besonders die Sprache der Walser interessieren die Schreiberin sehr. Sie hat schon einmal für die «Büwo» geschrieben und hat bereits viel Erfahrung gesammelt, was die Sprache und unsere Dialekte betreffen.

Lara Buchli, geboren im Jahr 2003, ist in Zizers aufgewachsen. Zur Zeit studiert sie an der ZHAW in Winterthur. Tiere, die Natur, Krimis und Horror findet sie super. Sie hat ihr Praktikum bei der «Büwo» absolviert und schreibt seit Jahren hobbymässig und konnte so bereits Erfahrung sammeln, was das Schreiben und die deutsche Sprache angeht.

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