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Vum Fluacha und Schneetriiba

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen. Ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.
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Cindy Ziegler
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Ciao Margrith!

Bim Läsa vu dinem Briaf hani a paar mol müassa schmunzla. Wia verschieda d Menscha doch sind xD Während du di uf da Früahlig freusch, bin i no ganz happy mim Winter. Es döff vu miar us au no biz Schnee geh. Klar, dr Früahlig isch schu schön und so aber dia viela Bluama mit ihrna blöda Polla könnd mr gstohla bliba. I han, siti a Kind gsi bin, Heuschnupfa. Als klises Maitli isches u stark gsi, mittlerwila isches viel besser und i kumma au ohni Tablett us. Früahner wär das nit möglich gsi, döt isch mr dr Schnudder abagrunna und d Auga sind gloffa (sorry für dia grussig Beschriebig, aber so ischs halt gsi haha).  Also, wiada khörsch bini kei grossa Fan vu dena farbiga Blüamli. I han liaber grüani Topfpflanza. Grad hüt hani a üsi WG-Pflanza umtopft. Es hät a paar Aläuf brucht aber ez gohtsna glaub besser, in ihrna grössera Dahei. So händ d Wurzla biz meh Uslauf. I hoffa, sie gönd mr nit grad i – ez händs schu wacker lang überlebt. Z luschtiga isch doch, dassi mi pflanzlich ernähra aber selber überhaupt kei grüana Duma han haha.

So, und ez zum Fluacha. I han mr im obiga Abschnitt sehr viel (oder au huara) Müah geh, zum nit aso viel fluacha. I meina so Wörter aber imfall überhaupt nit abwertend, i glauba, huara isch eifach sona Wort, wo ma bi üs in dr Umgebig viel brucht. Bi eu isches glaub «u narra» oder so. I verstohns aber, wenn das anderi als Fluacha gsehn. Do z Züri händs mr au schu gseit, dassi viel fluachi. Jo okeee, kann jo si, dassi eher viel fluacha aber i finda, ma döff als jungi Frau im 2026 au mol uf da Tisch haua. I drucka mi halt viellicht nit aso schön us aber derfür wüssend d Lüt grad, wos bi miar stönd. Und das isch jo eigentlich au öppis guats, nita?

I hoffa, d Schneewanderig z Danusa isch schön gsi! Als klises Maitli hani döt doba glernt Skifahra. Mit zwei oder drei bini im Stemmboga d Pista durab und han derbi gsunga. Mini Eltera händ miar mol gseit, sie hägendi immer müassa lacha, wenns hinter miar gfahra sind, willi immer aswas am Schnorra gsi bin. Ez bini aber schu lang nüma z Danusa doba gsi. Mitera Kollegin bini letschtin z Brigels und z Tschappina gsi. «Klein aber fein» und händ beidi mol a Traumtägli verwütscht. Denn bini no mit paar Kollega uf a Skitour in da Fideriser Heuberga gsi. Läck isch das schön gsi ufem Gipfel. Es isch dia erscht Skitour gsi sit a hufa Johr mol wieder und das isch denn au dementsprechend astrengend gsi. I kann dr säga – döt hani denn gfluacht du xD

A liaba Gruass zruck und miar lesend üs!

Lara

Und hopp, los gohts richtig Glattwang.

Über «Mid liäbnä Grüäz und LG» und die Autorinnen

Diese Kolumne zeigt den Briefwechsel zweier Frauen – eine hat gerade mit dem Studium begonnen, die andere ist im Ruhestand. Sie schreiben über Gott und die Welt und manchmal auch über das, was sie an der jeweils anderen Generation nicht so ganz verstehen. Sogar ihre Dialekte könnten unterschiedlicher kaum sein: Prättigauer Dialekt trifft auf Domleschger-/Churerdeutsch.

Margrith Ladner-Frei, geboren 1949, ist in Schiers-Schälleria aufgewachsen. Seit mehr als 50 Jahren lebt sie nun in Grüsch. Traditionen, alte Bräuche, Menschen und ihre Geschichten, Gesetze der Natur, die Schöpfung und ihre Kreaturen und besonders die Sprache der Walser interessieren die Schreiberin sehr. Sie hat schon einmal für die «Büwo» geschrieben und hat bereits viel Erfahrung gesammelt, was die Sprache und unsere Dialekte betreffen.

Lara Buchli, geboren im Jahr 2003, ist in Zizers aufgewachsen. Zur Zeit studiert sie an der ZHAW in Winterthur. Tiere, die Natur, Krimis und Horror findet sie super. Sie hat ihr Praktikum bei der «Büwo» absolviert und schreibt seit Jahren hobbymässig und konnte so bereits Erfahrung sammeln, was das Schreiben und die deutsche Sprache angeht.

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