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Königlicher Klassiker

Den Klassiker «Dog» habe ich in einer meiner allerersten Spielekolumnen vorgestellt. Das ist nun schon ein paar Jahre her und ich finde, es ist Zeit für eine weitere Variante von «Dog». Mit «Dog Royal» wird der Klassiker nicht nur königlich, sondern auch anspruchsvoller. Spielerfahrung ist also von Vorteil, aber kein Muss. Das Spielprinzip ist gleich: In Zweierteams versuchen die Spielenden, als Erste ihre Spielfiguren im Stall zu versorgen. Bewegt werden diese nicht mit Würfeln wie bei «Mensch ärgere dich nicht», sondern mit dem Abwerfen von Karten. Bei «Dog Royal» sind jedoch nicht alle Spielfiguren gleichwertig. Dort gibt es König, Ritter, Bürger und Hofnarr. Und diese müssen ihre Rangordnung einhalten. Ein Hofnarr darf also grundsätzlich keine andere Spielfigur überholen ausser einen anderen Narren. Ein Ritter hingegen darf alle Spielfiguren überholen ausser den König. Der König als höchste Spielfigur lässt sich somit eigentlich von niemandem blockieren. Wichtig: Wenn man auf dasselbe Feld kommt wie eine andere Spielfigur, spielt die Rangfolge grundsätzlich keine Rolle. Heimschicken kann man alle – ausser den König. Der kann nur von einem anderen König geschlagen werden.

Zusätzlich zur Rangfolge haben alle Spielfiguren Spezialfähigkeiten. Der König ist zwar mächtig, aber sehr langsam. Er kann maximal sieben Felder pro Spielzug ziehen. Für den Ritter sind Spielfiguren, die zum ersten Mal auf dem Startfeld stehen, kein Hindernis. Er darf daran vorbeiziehen. Der Bürger trägt einen Hut. Kommt er auf eines der vier Hutfelder auf dem Spielfeld, springt er automatisch zum nächsten freien Spezialfeld. Und der Hofnarr? Er kann, wenn er ins Ziel hineinzieht, bis zu zwei Punkte verfallen lassen.

Zu den Sonderregeln bei «Dog Royal» gibt es auch Spezialkarten. Mit dem Magnet dockt man automatisch an die Spielfigur an, die vor einem steht. Im besten Fall können so viele Felder hinter sich gebracht werden. Mit der Kopie wird die Karte kopiert, die der Spieler respektive die Spielerin zuvor abgelegt hat. Kopiert wird dabei nur die Karte, nicht die zuvor gewählte Funktion. Die grün hinterlegten Karten (10 und 4) hebeln die Rangfolge aus. Bei der Karte mit dem Wert 4 gilt das aber nur, wenn man rückwärtsläuft. Kommt jemand auf ein Sonderfeld, zieht er oder sie sofort eine zusätzliche Karte (ausser beim Tauschen von zwei Figuren).

«Dog Royal» ist ein Spiel für alle, die das normale «Dog» schon lieben. Und auch wenn die eine oder andere Karte aus dem Grundspiel schmerzlich vermisst wird (zum Beispiel die 7, mit der man alle, die man überholt, heimschickt), macht «Dog Royal» sehr viel Spass. Zusätzliche Hirnanstrengung inklusive. Denn die Frage aller Fragen lautet: Zu welchem Zeitpunkt bringt man welche Spielfigur? Man kann sich nämlich auch selbst blockieren.

«Dog Royal»: für zwei bis sechs Spielende, ab acht Jahren, Spieldauer circa 40 ​Minuten. Das Spiel kann im Fachhandel oder online gekauft und auch in der Stadtbibliothek Chur ausgeliehen werden.