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Parquet Courts: «Sympathy for Live»

Parquet Courts: «Sympathy for Live»

Was passiert, wenn sich vier Jungs aus Texas und aus Boston in New York treffen und zusammen Musik machen? Das Experiment, das Andrew und Max Savage, Austin Brown und Sean Yeaton vor zehn Jahren angestossen haben, nennt sich Parquet Courts und tönt wie … Hinweise auf ihren Sound bieten Youtube-Beiträge, welche die Musiker auf ihren Streifzügen durch Schallplattenläden zeigen. Dabei schwärmen sie von ihren Vorbildern und erzählen, welche Musiker und Bands sie geprägt haben. Hier ein Auszug der «Beeinflusser»: Bee Gees, Cabaret Voltaire, Devo, Lightnin‘ Hopkins, Grace Jones, REM, Yoko Ono, Patti Smith und einige andere Skandalpunker, Rapper und Yeah-Yeah-Rocker – und sogar Elektropionier Karl Heinz Stockhausen ist auf ihrer privaten Playlist zu finden. Trotz dieser Vielfalt findet es Sänger/Gitarrist Andrew Savage auch nach zehn Jahren Bandbestehen immer noch aufregend, die musikalischen Ideen der vier Musikerkollegen mit ihren unterschiedlichen Backgrounds in eine Richtung zu bekommen.

So rumpelt das Schlagzeug los, eine einfache Gitarrenmelodie übernimmt den Lead, Dinosaurierrock, der auf die Beine zielt, bestimmt den ersten Song («Walking at a Downtown Pace»). Weiter geht es mit verzerrten Gitarren, elektronischen Einsprengseln, Tanzbeats, melodiösen Gitarrensoli («Black Widow Spider», «Marathon of Anger», «Just Shadows»). Dann urchiger Örgalisound auf pumpender Basslinie und Discobeats («Plant Life»). Im Angebot auch psychedelisch angehauchter Einakkord-Rock («Application/Apparatus») und Songs, wie sie schon die Kinks schrieben («Homo Sapien»). Funkige Tanznummern sind der Titelsong «Sympathy for Life», «Zoom out» oder «Trullo».

 Das Album sei von der New Yorker Techno- und Houseszene beeinflusst, erklärt Savage und ergänzt, dass einzelne Songs in Italien entstanden seien und gewisse Substanzen beim Schreiben nachgeholfen hätten. Wie auch immer: Wer Talking Heads, Depeche Mode oder die Kinks mag und zu einem groovigfröhlichen Altrockmix tanzen will, soll sich mal Parquet Courts vornehmen.