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Liebe gesucht

Die «Harmony Partnervermittlung» bringt einsame Menschen zusammen

Liebe gesucht

Die «Harmony Partnervermittlung» bringt einsame Menschen zusammen

Du wirst gesucht. Wer, ich? Das mögen sich wohl so manche fragen, die heimlich und verstohlen auf das Inserat in der Zeitung schielen. Wer dabei zwischen 40 und 80 Jahre alt ist, seriös und charaktervoll, der darf sich hier ruhig angesprochen fühlen. Gut. Ein bisschen einsam sollten die Herzen schon sein. Deshalb sind die Menschen ja auch auf der Suche. Nach Gleichgesinnten. Nach Freundschaft. Nach Liebe. Gesagt, getan? Von wegen. So einfach ist das nicht. Oftmals fehlt schlicht die Zeit dafür. Man ist vom Pech verfolgt. Oder halt eben zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Klassiker schlechthin. Gut, gibt es die Partnervermittlung. Und noch besser, die «Harmony Partnervermittlung» von Sandra und Marc Häberlin und Theres Membrini. «Wir sind Kupplerinnen mit Herz», sagen Theres Membrini und Sandra Häberlin – Mutter und Tochter – über sich. Das wiederum lässt die Herzen der Kundinnen und Kunden höherschlagen. Wie auch immer. Die «Harmony Partnervermittlung» sorgt dafür, dass Pech zu Glück wird und die Menschen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort treffen. Doch der Reihe nach.

Es ist Dienstagnachmittag, der erste im Januar, in Chur. Theres Membrini lädt zu Kaffee und Kuchen. Sie ist es auch, die vor bald 35 Jahren die «Harmony Partnervermittlung» ins Leben gerufen hat. «Verkuppelt habe ich aber schon immer», verrät die Churerin und lacht. Das liege ihr ganz einfach im Blut. So oder so. Die Berufung wird zum Beruf. Und Theres Membrini verkuppelt erfolgreich. In Graubünden, der Südostschweiz und der Ostschweiz. Seit drei Jahren tritt die umtriebige Partnervermittlerin allerdings ein bisschen kürzer. Sie ist zwar noch in Graubünden tätig. «Hier kennt man mich», sagt sie. Das Geschäft aber übergibt sie an ihre Tochter, Sandra Häberlin, und deren Ehemann, Marc Häberlin. Die beiden wohnen mit ihren Kindern im schwyzerischen Reichenburg. 

Seither verkuppeln auch sie erfolgreich. Hauptsächlich in der Ostschweiz. Die «Harmony Partnervermittlung» ist eine Erfolgsgeschichte. Und das hat seinen Grund. «Wir lernen unsere Kundinnen und Kunden immer persönlich kennen», betont Theres Membrini. «Wir arbeiten nicht über das Internet», ergänzt Sandra Häberlin. Authentizität. Diskretion. Seriosität. Vertrauen. 

So arbeitet «Harmony». Hier gibt es nichts Schnelles. Und schon gar nichts Falsches. Aus diesem Grund werden auch nur Menschen zwischen 40 und 80 Jahren vermittelt. «Im Internet sollen sich die Jungen austoben», sind sich Mutter und Tochter einig. «Wir vermitteln noch nach alter Schule.»

Und, wie genau wird vermittelt? «Zuerst lernen wir die Kundin oder den Kunden persönlich kennen», erzählt Sandra Häberlin. «Dieser erste Kontakt ist unverbindlich und noch völlig kostenlos.» Nachdem die Philosophie und die Arbeitsabläufe der Vermittlung klar sind, entscheidet der Kunde oder die Kundin, ob die Reise weitergeht oder nicht. Wenn alles passt, kommt es zum Vertragsabschluss. Und dann werden die Personenblätter ausgefüllt. Personalien, Familie, Beruf, Hobbys, Interessen. Eckdaten. Aber noch kein genauer Beschrieb der Charaktereigenschaften. Die Suche würde dadurch zu sehr eingeschränkt. 

Aufgrund dieser Angaben wird daraufhin ein Personenprofil erstellt. Dieses enthält ein Foto und den Vornamen. Das Geburtsdatum. Die Region. Den Lebenslauf. Berufliches, Interessen, Liebhabereien. Ein bisschen etwas über das Aussehen. Ein bisschen etwas über den Charakter. Aber: keinen Nachnamen. Keine Telefonnummer. Keine Adresse. Damit ist die volle Diskretion garantiert. Die porträtierte Person liest und unterschreibt ihr Profil. Aufgrund dieser Profile werden dann von der Partnervermittlung persönlich und handverlesen Vorschläge gemacht. Die Korrespondenz geht über den Postweg. 

Und so landet schliesslich das Profil einer Frau im Briefkasten eines Mannes und umgekehrt. Wenn beide Ja sagen, dann kommt es zum Austausch der Adressen. Und hier gilt auch gleich die Hausregel von «Harmony»: Der Mann kontaktiert die Frau. Und das innerhalb von drei Tagen. Die alte Schule, auch hier. So ist der Weg frei für ein schönes Treffen. Übrigens, wer hier nicht weiss, wie er vorgehen soll, der kann sich von Sandra Häberlin auch noch ein paar Datingtipps geben lassen. Bei Interesse bietet sie ein vollumfängliches Coaching an. So oder so. Es kommt zum Treffen. Die Reise geht weiter. Oder sie endet hier. Dann geht das Profil zurück an die Partnervermittlung. Und auf Wunsch wird ein neuer Vorschlag gemacht. Ganz wichtig dabei: Es gibt immer nur einen Vorschlag. Nie mehrere gleichzeitig. Weiter werden nie Vorschläge aus dem gleichen Dorf gemacht. Und schon gar nicht aus derselben Strasse. 

Zu gross ist das Risiko, dass sich die Personen dann schon kennen. Was zu gewissen Peinlichkeiten führen könnte. Aber eigentlich auch gar nicht müsste. Denn: «Verkupplung gehört im Leben dazu», betont Theres Membrini. «Es ist ein absolut normaler Weg, sich kennenzulernen», ergänzt Sandra Häberlin. Da ist nichts Anrüchiges, nichts Unmoralisches dabei. Es geht um Liebe. Oder um Freundschaft. Denn: «Wir vermitteln auch Freundschaften», bestätigt Theres Membrini. «Das ist der grosse Renner. Vor allem bei Personen ab 60.» Viele möchten gemeinsam wandern, ausgehen, den Tag geniessen. Mit jemandem die Freizeit verbringen. Es muss nicht immer gleich Liebe sein. Aber: «Wenn es passt, dann passt es», bringt es Sandra Häberlin auf den Punkt. «Wenn Amor zuschlägt, kann man nichts dagegen tun.»

Aber findet denn auch, wer sucht? «Oh ja», beteuert Theres Membrini. Sie strahlt und kramt eine Postkarte hervor. Solche bekommt sie haufenweise. Von verliebten Paaren. Paaren, die heute noch zusammen sind. Und ohne die Kupplerin wahrscheinlich nie zueinandergefunden hätten. «Da müssen wir manchmal auch ein bisschen hartnäckig sein», verrät Theres Membrini und schmunzelt. «Und einige zu ihrem Glück zwingen.» Wie auch immer. Die Partnervermittlung boomt. Und die persönliche «Harmony Partnervermittlung» erst recht. Also ja. Wer sucht, der findet.

«Harmony», die Partner- und Freundschaftsvermittlung in Graubünden, der Ostschweiz, Liechtenstein und dem oberen Zürichsee. Sandra und Marc Häberlin, 079 634 79 00, Theres Membrini, 079 907 93 02.