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Ein besonderes Fundstück

Ein Portemonnaie, das nach 18 Jahren plötzlich in Chur wieder auftauchte, sorgte im Jahr 2014 für Schlagzeilen
Symbolbild Archiv

Ein besonderes Fundstück

Ein Portemonnaie, das nach 18 Jahren plötzlich in Chur wieder auftauchte, sorgte im Jahr 2014 für Schlagzeilen

Es ist eine Nachricht, die durch die Schweiz reiste. Ja gar noch weiter. Internationale Medien berichteten über einen spektakulären Fund. Es ist Oktober 2014. Beim Fundbüro der Stadtpolizei wird ein Portemonnaie abgegeben. Alles ganz normal eigentlich. Das Fundstück habe relativ neu gewirkt. Wenige Gebrauchsspuren, schreiben diverse Onlinemedien. Wie so oft befanden sich im Portemonnaie persönliche Quittungen, Notizzettel und diverse Kärtli. Dazu englische Ausweispapiere des mutmasslichen Eigentümers. Als die Mitarbeitenden der Stadtpolizei genauer hinschauten, stellte sich heraus, dass sowohl die Quittungen wie auch die längst abgelaufenen Ausweispapiere aus dem Jahr 1996 stammten.

Wie das Portemonnaie nach 18 Jahren nach Chur in ein Einkaufszentrum gelangt war, blieb rätselhaft. Erste Ermittlungen bei verschiedenen kantonalen Polizeikorps zu einem Diebstahl oder Missbrauch blieben erfolglos. Über das Internet konnte die Stadtpolizei Chur dann schliesslich eine Person in den USA ausfindig machen, der das Portemonnaie gehörte. Via E-Mail kam ein Kontakt zustande und der Eigentümer meldete sich rasch zurück. Der Mann gab an, das Portemonnaie einst auf einer Zugfahrt von Zürich nach Genf verloren zu haben. Wie die Geldbörse schliesslich nach Chur kam und dort auf dem Boden des Coop Quaders landete, bleibt ungeklärt.

Eine wundersame Geschichte, die durch die Schweiz und die Welt reiste. Genau so wie das Portemonnaie des Engländers, der in der USA lebt und die Geldbörse einst, irgendwo zwischen Zürich und Genf verloren hatte.