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 Auf Banditenjagd im Wilden Westen

 Auf Banditenjagd im Wilden Westen

Mit «Bandido» machen wir eine Reise. Einerseits durch die Zeit, andererseits nach Übersee. Es ist Mitte des 19. Jahrhunderts im Wilden Westen. Die Zeit der Revolverhelden, der Saloonfrauen, der Cowboys und den Indianerinnen. Wobei das wohl grösstenteils Klischees aus Westernfilmen und Wildwestromanen entspricht und wenig mit der Realität zu tun hat. Wie dem auch sei. Beim Spiel «Bandido» versucht ein kleiner Kerl in schwarz-weiss gestreiften Gefängnishemd der Gefangenschaft zu entfliehen, in dem er Tunnel durch die Erde gräbt. Was Bandido wohl verbrochen hat? Wir wissen es nicht und können der Fantasie freien Lauf lassen. 

Das Spiel selbst ist nicht sehr fantasievoll und schnell erklärt, macht aber dennoch viel Laune. Wie schon gesagt versucht Bandido aus dem Gefängnis auszubrechen. Die Spielenden müssen mit ihren Karten versuchen, alle Tunnel zu blockieren, sodass der kleine Kerl den Gitterstäben nicht entkommen kann. Nur gemeinsam gelingt es, die Wege zu versperren.

«Bandido» ist ein kooperatives Spiel, das auch gut mit Kindern gespielt werden kann. Die Karten sind einfach, aber stimmig gestaltet, das Spielprinzip ist selbsterklärend. Wer jetzt denkt, dass «Bandido» auch ein kinderleichtes Spiel ist, täuscht sich aber. Die Karten müssen überlegt platziert werden. Und mit jeder neuen tun sich auch neue Wege für Bandido auf. Sackgassen, verzweigte Wege, viele Ausgänge. Der Ausbrecherkönig hat übrigens auch schon ganz schön geschaufelt. Je nach Schwierigkeitsgrad beginnt das Spiel mit fünf oder sechs Ausgängen.

Typisch für den Helvetiq-Verlag sind die Spielkarten länglich, klein und handlich. Übrigens lohnt es sich, auch in den anderen Spielen des jungen Schweizer Verlags zu schmökern. Speziell für Kinder finden sich viele liebevoll konzipierte Spiele. «Bandido» passt jedenfalls wunderbar in jede noch so kleine Handtasche. Ein tolles Spiel für Zwischendurch, das kaum Erklärung bedarf. Eine Reise in alte Zeiten und zu fernen Orten, immer bereit, dem kleinen Kerl im schwarz-weiss gestreiften Hemd den Weg zu versperren. 

«Bandido»: Für ein bis vier Spielende, ab fünf Jahren, Spieldauer circa 15 Minuten. Das Spiel kann im Fachhandel oder online gekauft und auch in der Stadtbibliothek Chur ausgeliehen werden.

 

Gamescorner

Pac-Man: Ordentlich Spass mit der gelben Kugel

Mit «Pac-Man Museum+» ist für die Konsolenwelt eine Sammlung erschienen, die wohl jeden Fan der punktefressenden Kugel glücklich machen wird. Dabei bietet die Sammlung nicht nur sehr viel Spass in den 14 Spielen (unter anderem «Pac-Man», «Super Pac-Man» oder «Pac-Land») mit Pac-Man und seinen Kollegen. Es gibt auch einiges zum Sammeln, sodass man immer wieder einen Anreiz hat, die einzelnen Abenteuer erneut zu spielen. Damit der Flair des Spielhallen-Hits nicht verloren geht, sind die Spiele zwar optisch aufgefrischt, aber dennoch im Retro-Stil gehalten.

Damit der gelbe, fressende Ball nicht nur den Punkten oder Geister nachjagt, gibt es in der Kollektion auch einige Actionspiele. So zum Beispiel «Pac-Motos», «Pac-Man 256» oder «Pac-Man Championship Edition». Bei einigen Spielen kann man sich sogar mit Freundinnen und Freunden messen (lokaler Mehrspielermodus oder auch übers Internet). So kommt richtiges Pac-Man-Fieber auf und man will mit dem Spielen kaum mehr aufhören. Die Abwechslung in dieser Plus-Sammlung – egal, ob die Side-Scrolling-Action des Original-Pac-Man oder Puzzles – ist gelungen und bietet für alle etwas.

Wer ordentlich mit dem Helden dieser Kollektion zockt, darf sich übrigens nicht nur über dekorative Objekte freuen. Nein, es gibt auch sehr spezielle Stücke zu gewinnen, die man dann immer wieder bestaunen kann.
                             Dominik Steinmann

«Pac-Man Museum+» wurde auf der Switch getestet, ist aber auch für PS5 und Xbox Series im Handel erhältlich. Ab drei Jahren.